Stadtbild

Burgfriedensplan von 1580

Einwohner und Ereignisse

 

 

 

Einwohnerzahl Mai 1558

= 4.548 Einwohner

Häuserbestand Mai 1558

= 758 Häuser

1510

Dr. Johannes Eck wird an die Hohe Schule berufen

1516

Johannes Aventin gründet die „Sodalitas litteraria Angilostadensis

 

Verkündigung des bayerischen Reinheitsgebotes für Bier

1520

Ein Jahr nach der Leipziger Disputation verkündet Dr. Eck in Ingolstadt die päpstliche Bulle „Exsurge Domini“, die Martin Luther den Kirchenbann androht

1528

Dr. Faust in Ingolstadt

1539

Baubeginn der Renaissance-Festung

1540

Herausgabe des Astronomicum Caesareum von Peter Apian

1546

Das schmalkaldische und das kaiserliche Heer liegen sich vor Ingolstadt gegenüber

1549

Herzog Wilhelm IV. beruft die ersten Jesuiten (u.a. Petrus Canisius) an die Hohe Schule, Gründung des Jesuitenkollegs

1554

Die Erstausgabe von Aventins „Annales ducum Boiariae“ (Bayerische Chronik) wird in Ingolstadt gedruckt

1565

Hochwasser und Eisstau

1568

Herausgabe der Bayerischen Landtafeln von Philipp Apian

1571

Jakob Sandtner fertigt das kleine Stadtmodell

1594

Salzhandel wird unterbunden, Weinhandel kommt zum Erliegen

Brandschutz von alters her

Feuersgefahren gehören zum Schicksal menschlicher Ansiedlungen, wie die Einl-eitung einer Abhandlung über Brandschutz und Feuerwehr in früheren Zeiten deutlich betont.

In Ingolstadt lassen sich große Brandkatastrophen, die die ganze Stadt in Schutt und Asche gelegt hätten, nicht nachweisen. Es scheint jedoch bereits 1309 einen großen Brand gegeben zu haben, nähere Hinweisedazu fehlen leider.

Überliefert sind jedoch eine Feuersbrunst im Nordosten des Herzogschlosses am 14. Juli 1616, sowie ein Brand im Jesuitenkolleg vom 21. Juli 1684.

Maßnahmen gegen Brand-gefahren lassen sich in Ingolstadt bis ins 13. Jahr-hundert zurückverfolgen.

Ummauerungen ganzer Höfe und städtebauliche Vorschriften, wie das Verbot zur Errichtung von Stroh-dächern innerhalb des Stadtgrabens, sind Beispiele dafür.

Türmer hatten über die Stadt zu wachen. Sie waren auf dem Pfeifturm und zeitweise auch auf einem Turm der Liebfrauenkirche postiert. Am Tag genügte jeweils eine, nachts waren es zwei Personen.

Die städtische Türmerordnung vom 1. Dezember 1586 bestimmt u.a. wie die Wärter sich beim Erkennen eines Feuers zu verhalten hatten.

Festungsplan von 1573

Privilegienbuch, Rat von 1564

Exakte Brandfall-Einsatzpläne sind in den Feuerordnungen von 1577 und 1636 überliefert. Hierin wird bestimmt wie der Einsatz der Fachkräfte zu erfolgen hat und wie und was die jeweiligen Bevölkerungsgruppen zu tun und an Material bereit zu stellen hatten.

Im Falle einer Feuersbrunst war überdies eine besondere Straßenbeleuchtung mittels Feuer- / Pechpfannen vorgesehen. Ein Verzeichnis von 1618 beschreibt Anzahl und Standorte der Feuereimer.

Ein weiteres Verzeichnis führt 10 Feuerkessel auf, die an öffentlichen Plätzen standen. Bei den ebenfalls genannten öffentlich aufgehängten Feuerleitern wird vermerkt, dass es wohl noch mehr sein könnten.

Allergrößte Bedeutung kam im Ernstfall den Brunnen, besonders den vier Hauptbrunnen der Stadt zu.

Feuerlöschwesen/Brandschutz

Lupe1

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Türmerordnung aus dem 16. JH

Lupe1

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Brunnenbuch 1590

Lupe1

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Liste der Standorte der Feuerkessel in der Stadt
aus dem frühen 17. JH

Brunnenbuch

Der Stadtschreiber Georg Wagner legte 1590 das Brunnenbuch an.

Darin sind alle Brunnen in allen Stadtvierteln angeführt, ebenso die Benutzer derselben.

Die Stadt selbst hat vier Haupt-brunnen unterhalten.

In einem Nachtrag von 1618 sind bei diesem Buch die Standorte der Feuereimer,
Feuerkessel,
Feuerpfannen und der
Feuerleitern
aufgeführt.

Rot = Die vier Hauptbrunnen der Stadt

Plan der Stadt nach dem Sandtner Modell von 1571

Alarmierung/Meldung

Das Türmerhorn
Horn der Feuerwehr

Alarmglocke am Münsterturm

Pfeifturmglocke von 1497

Laterne
Nachts wurde von den Türmen herab die jeweilige Richtung der Brandstelle mit einer Laterne angezeigt.

Signalfahne
Am Tag wurde mit einer Fahne die Richtung zum Brandherd hin signalisiert.