Stadtbild

Stadtansicht 1685

Einwohner und Ereignisse

 

 

 

Einwohnerzahl um 1650

ca. 5.000 Einwohner

Häuserbestand um 1650

ca. 526 Häuser

1611

Christoph Scheiner beobachtet in seinem Observatorium auf dem Turm der Hl.-Kreuz-Kirche die Sonnenflecken

1629

Hexenprozesse und Hexenverfolgungen

1632

Der Dreißigjährige Krieg erreicht Bayern

 

Erfolglose Belagerung Ingolstadts durch den Schwedenkönig Gustav Adolf; der bei Rain am Lech verwundete General Tilly stirbt in der belagerten Stadt Ingolstadt

1632

Typhusepidemie

1634

Pestepidemie

1648

Pestepidemie

1651

Kurfürst Maximilian stirbt im Herzogsschloss

1659

Baubeginn der Barockfestung

1663

Errichtung der Hauptwache am Gouvernementplatz

1680

Ingolstadt wird Garnisonsstadt

Privilegienbuch, Rat von 1636

Feuerlöschwesen/Brandschutz

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Feuerlöschordnungen

Ausgangspunkt für das organisierte Feuerlöschwesen sind in Deutschland die Feuerordnungen, in denen mehr oder weniger detailliert die Aufgaben zur Verhütung und zur Bekämpfung von Bränden niedergeschrieben wurden. Die älteste Ordnung datiert aus dem Jahr 1351 und wurde in der Stadt Erfurt erlassen. Die Entwicklung zieht sich bis ins 19. Jahrhundert, als die Freiwilligen Feuerwehren gegründet wurden. Der Weg dahin war gekennzeichnet von vielen Rückschlägen, Brandkatastrophen, Verelendung und Tod. Es vergingen oft Jahre, bis sich neue Erkenntnisse in neuer Technik und in der Verbesserung der Brandbekämpfungsmaßnahmen niederschlugen. Der große Brand von Hamburg 1842 veranlasste viele Kommunen in Deutschland, über ihre Maßnahmen zur Brandverhinderung bzw. –bekämpfung nachzudenken und diese zu verbessern.

Es gibt zwar seit dem ausgehenden Mittelalter ein organisiertes Löschwesen, dieses war jedoch ein genossenschaftliches, dem Bürger verpflichtendes Löschwesen und entsprach nicht der modernen Organisationsform Feuerwehr. Dieses genossenschaftliche Löschwesen bestand auch nach den Gründungen gemäss alter Feuerordnungen vielerorts weiter. Der Übergang gestaltete sich zwischen 1820 und 1850 fliessend. Neben den noch bestehenden genossenschaftlichen Löschpflichtigen bildeten sich Vorläufer wie Rettungsgesellschaften und Bürgerwehren schon vor den Feuerwehren einschließlich der Turnerfeuerwehren.

Stadtschreiberei/Rathaus
Lagerort von Feuerlöschrequisiten

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Feuerlöschordnung von 1636

Altes Zollhaus in der Mautstraße
Lagerort von Feuerlöschrequisiten

“Geistliche Fürbitte”
zum Schutz vor Feuersbrüsten

Gerät

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Anordnung zur Bereithaltung von Feuerlöscheimer
(lederne Wasserkübel)
aus Intelligenzblatt von 1804

Feuerspritze (Hausfeuerspritze) vor 1900

Der Feuerlöscher vor 150 Jahren

  Aus: Churpfalzbaierisches Intelligenzblatt 1804.
Polizeiverfügung zu Ingolstadt.

Mit Genehmigung der churfürstl. Landesdirektion von Baiern wird von der churfürstlichen Polizeikommission Ingolstadt verfügt, dass von nun an beim hiesigen Stadtgerichte keine Verbriefung des Hauses mehr vorgenommen werde, ehevor nicht der Bürger, es sei von der Stadt oder aus den Dorfschaften, einen ledernen Wasserkübel, in welchen die Nummer des Hauses mit Leder eingenäht sein muß, auf dem Polizeiamte vorgezeigt und von da eine Bescheinigung zur Belegung des gerichtlichen Briefprotokolls erhalten haben wird. Bei der Feuerbeschau muß ein jeder dieser Bürger, welche von Jahr zu Jahr in eine besondere Liste eingetragen werden, diesen Wasserkübel vorzeigen und die Kommissärs müssen untersuchen, ob dieselben die Hausnummern richtig eingenäht haben oder ob sie sonst nicht schadhaft sind. Bürger, die kein Haus besitzen und selbst die unbehausten Taglöhner haben einen Gulden zur Stadtkammer zu erleben, welche über die Verwendung dieser Gelder zum Feuerrequisitenhaus besondere Rechnung führen muß..

Ingolstadt, den 13ten Juli 1804
Churfürstl. Lokal-Polizei-Kommission.
Gruber, Polizeikommissär.“

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Nachweis über das Vorzeigen der
ledernen Wasserkübel