Stadtbild

Stadtansicht 1960er Jahre

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Einwohner und Ereignisse

 

 

 

 

Einwohnerzahl

1956

= 46.726

 

1964

= 66.582

Häuserbestand

1958

= 5.021 Anwesen

 

 

 

 

1957

Ingolstadt wird wieder Garnisonsstadt

1958

Fabrikneubau der Auto Union wird fertig gestellt

1962

Eingemeindung von Unsernherrn mit den Ortsteilen Haunwöhr, Hundszell, Kothau und Niederfeld

 

Im Raum Ingolstadt beginnt der Aufbau eines bayerischen Energiezentrums:
5 Erdölraffinerien, 2 Großkraftwerke,
1 petrochemische Fabrik, 3 Erdölleitungen (Genua – Ingolstadt, Triest – Ingolstadt, Ingolstadt - Karlsruhe)

Erste Städtepartnerschaften mit Carrara und Kirkcaldy

Stadtplan 1960er Jahre

Stadtrat 1960er Jahre (Teilfoto)

Einsätze / Übungen

Fahrzeuge / Gerät / Ausrüstung

Ärmelabzeichen ab 1958

Ein “Barockengel” als Einsatzleitwagen 1965 – 1969

Bezeichnung: Kommandowagen

Hersteller: Bayerische Motorenwerke AG

Typ: BMW 3,2 V8
Baujahr: 1961

Motor: BMW

Typ: 506
Zylinder: 8
Leistung/Hubraum: 120 PS, 3146 ccm

Zahl der Sitzplätze: 4

Da der 1954 beschaffte DKW 3=6 mit Motorschaden 1965 kurzfristig ausgesondert werden musste, machte man sich auf die Suche nach Ersatz. Beim Ingolstädter Autohaus Wittmann & Hofmann wurde man fündig und erwarb einen gebrauchten BMW 3,2 V8. In den Feuerwehrwerkstätten wurde das Zivilfahrzeug zu einem Kommandowagen umgebaut. Das Fahrzeug wurde komplett in rot (RAL 3000) lackiert. Erst später wurden die Kotflügel weiß abgesetzt. Der wuchtige BMW war bis 1969 bei der Feuerwehr Ingolstadt im Dienst. Nach seinem Verkauf geriet der V8 schnell in Vergessenheit. Ein altes Foto, das den Einsatzleitwagen vor der ehem. Feuerwache in der Hallstraße zeigt, brachte das Restaurierungsteam auf die Idee, die Suche nach dem BMW aufzunehmen. Mit Hilfe von Zeitzeugen wurden sie fündig. Das Auto war in Besitz der Fam. Lanzl, die den BMW 1969 von der Feuerwehr gekauft, umlackiert und seither gepflegt hatte. Durch die großzügige Geste der Fam. Lanzl - Festzeltbetriebe kam das Fahrzeug zurück nach Ingolstadt in die Historische Fahrzeugsammlung - Feuerwehrtechnik.

Meldekrad für den Katastrophenschutz 1965 - 1980

Bezeichnung: Meldekrad

Hersteller/Typ: Maico - Fahrzeugfabrik, M 250/B

Baujahr: 1965

Motor: Maico

Typ: M 250
Zylinder: 1
Leistung/ Hubraum: 14,9 PS, 245 ccm

zul. Gesamtgewicht: 335 kg

Zahl der Sitzplätze: 2

Besatzung: 0/1/1

Das Motorrad wurde nach Aufstellung des Luftschutzhilfsdienstes (LSHD) bzw. des Katastrophenschutzes von der FF Ingolstadt als Meldekrad beschafft.

Seitens der STAN (Stärke- und Ausrüstungsnachweis) des Bundes war kein Fahrzeug dieser Art zur Beschaffung vorgesehen, sondern wäre im Bedarfsfall (V-Fall) zu beordern gewesen.

Das Krad wurde bis 1980 verwendet und dann stillgelegt.

Es wurde im Jahr 2003 in die Historische Fahrzeugsammlung übernommen. Das Motorrad ist nicht restauriert, es befindet sich im Originalzustand.

Schnittmodell einer Tragkraftspritze für die Maschinistenausbildung

Bezeichnung: Tragkraftspritze, TS 800

 Fabrikat: KHD, Magirus

Typ: Einheitstragkraftspritze, ETS
Baujahr: um 1943/44

Pumpe: FP 800

Fabrikat: KHD, Magirus
Leistung: 800 l/min bei 8 bar
Gasstrahlentlüftungseinrichtung

Motor: Breuer

Typ: C 8
Zylinder: 2
Leistung: 28 PS
Hubraum: 1158 ccm

Die Tragkraftspritze wurde nach dem Krieg für Lehr- und Ausbildungszwecke umgebaut.

Der Luftschutzhilfsdienst

Eine neue Zivilschutzorganisation
Der Luftschutzhilfsdienst

Anfang der 1950er Jahre begannen in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund der politischen Lage Planungen zum Aufbau einer neuen Zivilschutzorganisation.

Das Gesetz über Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung (ZBG) vom 9. Oktober 1957 gab einen allgemeinen Rahmen für den Aufbau des Luftschutzhilfsdienstes (LSHD).

Die Einzelheiten über die Gliederung und Stärke des LSHD mit seinen acht Fachdiensten und über dessen Ausbildung und Ausrüstung wurden in allgemeinen Verwaltungsvorschriften des Bundesminister des Innern geregelt.

So war geplant, in jedem Landkreis u. a. eine sogenannte Feuerwehrbereitschaft, bestehend aus bundeseigenen Feuerlöschfahrzeugen zu stationieren

Anfang bis Mitte der 1960 kamen auch die Fahrzeuge für die in Ingolstadt aufgestellte 18. Feuerwehrbereitschaft zur Auslieferung. Die Einheiten waren aufgeteilt auf die Stadt und den damals noch bestehenden Landkreis Ingolstadt.

Im Stadtgebiet waren u. a. stationiert:

1 Kommandowagen DKW Munga,
1 Tanklöschfahrzeug TLF 16,
1 Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS,
1 Schlauchwagen SKW sowie
1 Feldküche

Das Personal wurde von den Freiwilligen Feuerwehren gestellt.

Die Stärke einer gesamten Feuerwehrbereitschaft betrug 87 Mann. Sie war aufgegliedert in eine Führungsgruppe mit 5 Mann, drei Zügen zu je 24 Mann und einem Versorgungszug mit 10 Mann.

Ende der 1960er Jahre wurde der Katastrophenschutz neu organisiert, die großen Feuerwehrbereitschaften in ihre einzelnen Züge aufgeteilt.