Stadtbild

Stadtansicht 1970er Jahre

Stadtrat 1970er Jahre (Teilfoto)

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Stadtplan 1970er Jahre

Stadtrat 1970er Jahre (Teilfoto)

Einwohner und Ereignisse

 

Einwohnerzahl

1973

= 90.299 Einwohner

Häuserbestand

1978

= 15.020 Wohngebäude

 

1966

Eröffnung des neuen Stadttheaters

1969

Eingemeindung von Friedrichshofen

1972

Eröffnung des Bayerischen Armeemuseums im restaurierten Herzogsschloss

Eingliederung der Gemeinden Brunnenreuth, Dünzlau, Etting, Gerolfing, Hagau, Irgertsheim, Mailing, Mühlhausen, Oberhaunstadt, Pettenhofen und Zuchering im Zuge der bayerischen Gebietsreform

(Einwohnerzahl nach dem Stand vom 01.07.1973: 90.299 Einwohner)

1973

Eröffnung des Deutschen Medizinhistorischen Museums in der restaurierten Anatomie

1978

Umzug der Feuerwehr in die neuen Hauptwache

Eingemeindung

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Grenzbegradigung

Grenzen

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Eingliederung Feuerwehren

Stadtkreis Ingolstadt 01. Juli 1972

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Hauptwache / Ortsfeuerwehren

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Einsatzzahlen

Personal / Struktur

Vierheilig Rudolf, Kommandant

Kommandanten der FF

Feuerwehrhaus Hallstraße

Neue Feuerwache ab 1978


Beckenbauer Georg, Vorstand

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Feuerwehren im Stadtgebiet

Brandeinsatz / Übung

Zugunglück mit Folgebrand am 2.3.1972

Am Donnerstag, 2. März 1972 um 21:51 Uhr, prallte ein Güterzug auf freier Strecke zwischen den Bahnhöfen Ingolstadt-Nord und Ingolstadt-Hauptbahnhof auf einen stehenden Kesselwagenzug auf. 9 Kesselwagen entgleisten und gingen in Flammen auf. Für einen unmittelbar am Bahndamm wohnenden Bundesbahnrentner und seine Ehefrau kam jede Hilfe zu spät. Auch der Lokführer des Güterzuges kam in den Flammen ums Leben. Wenige Stunden nach dem Unglück nahm sich der Fahrdienstleiter, der für die Katastrophe verantwortlich war, das Leben.

Insgesamt brannten an ausgelaufenen Raffinerieprodukten über 175 Tonnen Heizöl und Benzin.

Erneut unter der Einsatzleitung von Stadtbrandrat Rudolf Vierheilig kämpften neben der Freiwilligen Feuerwehr Ingolstadt (damals noch als Hauptfeuerwache bezeichnet), den FF-Abteilungen aus Ringsee, Unsernherrn und Haunwöhr auch noch die Werkfeuerwehren der Audi NSU Auto Union AG, der ERIAG, der Shell, der Esso, der Messerschmittwerft Manching und der Flughafenfeuerwehr der E-Stelle der Bundeswehr.

Gegen 24:00 Uhr war der Großbrand unter Kontrolle gebracht, gegen 02:00 Uhr konnten die ersten Löschkräfte von der Einsatzstelle abrücken.

Pulverlöschübung

Wassernoteinsatz

Eigenunfall Feuerwehrfahrzeug

Eisrettung

Fahrzeuge / Gerät / Ausrüstung

Einsatzleitwagen BMW V8

Einsatzleitwagen Audi 100

Hilfsrüstwagen

Rüstwagen RW2

Rüstkranwagen RKW 16 h
Baujahr 1966

Hydr. Spreizer mit Schneidvorsatz

Hydr. Spreizer mit Zugkette

Ärmelabzeichen ab 1977

Schutzanzug Modell Bayern II
ab 1976

Feuerwehr-Überjacke

Notarztdienst nach Münchener Modell 1971 – 1983

Bezeichnung: Notarztwagen, NAW

Fahrgestell/Typ: Daimler-Benz, L 408 G

Aufbau: Fa. Binz
Baujahr: 1971

Motor/Typ: Daimler-Benz, M 115

Zylinder: 4
Leistung/ Hubraum: 85 PS, 2172 ccm

Besatzung: 1 Arzt, 1 Pfleger

1 hauptamtlicher Feuerwehrmann

Mit diesem Fahrzeug wird eine wichtige Epoche in der medizinischen Notfallrettung der Bürger in Ingolstadt dokumentiert. Im Jahr 1971 wurde aufgrund verschiedener Ereignisse der erste Notarztwagen (NAW) in Ingolstadt bei der Feuerwehr in Dienst gestellt. Dieses System bewährte sich hervorragend und bereits am 21.7.1976 fuhr der NAW der FF Ingolstadt seinen 2000. Einsatz. Seit seiner Indienststellung am 4.3.1971 konnte damit bei Verkehrsunfällen und vielen akuten Notfällen wirksame erste ärztliche Hilfe geleistet und manches Menschenleben gerettet werden.

Nach einer politischen Entscheidung wurde der Notarztdienst der Feuerwehr 1983 eingestellt. Der Weitsicht der damaligen Stadt- und Feuerwehrführung war es zu verdanken, dass der NAW nach seiner Außerdienststellung für spätere museale Zwecke eingelagert wurde. Im Jahre 1994 wurde das Fahrzeug jedoch zu einem Kleinalarmfahrzeug umgebaut und bis 1997 bei der BF Ingolstadt eingesetzt. Im Jahr 2001 wurde es in die Historische Sammlung übernommen. Es ist geplant, den NAW in seinen Originalzustand zu restaurieren.

 

Ein Prototyp im Ruhestand 1974 – 2001

Bezeichnung: Tanklöschfahrzeug, TLF 24/50

Fahrgestell/Typ: Daimler-Benz, LAK 1924


Aufbau: Gebrüder Bachert, Bad Friedrichshall
Baujahr: 1974

Motor/Typ: Daimler-Benz, OM 355

Zylinder: 6
Leistung/ Hubraum: 240 PS, 11.502 ccm

zul. Gesamtgewicht: 16.000 kg

Pumpe:
FP 16/8 S (2400 l/min bei 8 bar)
Löschmittel:
5000 l Wasser, 500 l Schaummittel
Dachmonitor:
Total KRSW 16-15

Besatzung:
1/2/3 (1 Truppführer und 2 Mann)

Im Februar 2001 wurde das TLF 24/50 außer Dienst gestellt. Aufgrund seiner Vorgeschichte entschloss man sich, dieses Fahrzeug in die Historische Fahrzeugsammlung einzugliedern. Es handelt sich um das erste Fahrzeug dieser Baureihe (Prototyp) in Bayern. Als Lackierung wählte man die damals neu auf dem Markt befindliche Farbe “Leuchtrot RAL 3024”. Die in den Jahren durchgeführten Änderungen (z. B. Spiegel, Blaulichter) wurden bei Außerdienststellung rückgebaut. Das TLF 24/50 befindet sich somit optisch wieder im Erscheinungsbild seiner Auslieferung im Jahr 1974. Das Tanklöschfahrzeug befindet sich momentan im Zustand der Außerdienststellung und ist voll einsatz- und fahrbereit. Eine Restaurierung steht aufgrund des guten Allgemeinzustandes zurzeit nicht an.

Hydraulisches Schneidgerät

„Rettungsschere“

Das hydraulische Schneidgerät wird zur Rettung von Personen, z. B. bei Verkehrsunfällen aber auch bei sonstigen Unglücksfällen eingesetzt.

Dieses Schneidgerät, umgangssprachlich auch als Rettungsschere bezeichnet, wird über eine Handpumpe oder über ein elektrisch betriebenes Pumpenaggregat betrieben.

Beim hier ausgestellten Exponat handelt es sich um ein Gerät der ersten Generation.

Es wurde Mitte der 1970er Jahre von der FF Ingolstadt beschafft.

Die ausgestellte Handpumpe gehört nicht zu diesem Schneidgerät. Es soll hier nur exemplarisch die Art der Krafterzeugung, nämlich mittels Handpumpe darstellen.

 

Hydraulischer Spreizer

mit Vorsatzscheidgerät

Fabrikat: Fa. Hurst

Typ: SP 45

Baujahr: 1975/76

Gewicht: 31 kg (!)

Der hydraulische Spreizer wird zur Rettung von Personen, z. B. bei Verkehrsunfällen aber auch bei sonstigen Unglücksfällen eingesetzt.

Der hydraulische Spreizer wird über ein elektrisch betriebenes Pumpenaggregat betrieben.

Die DIN-Norm forderte als Mindestleistung an den Spitzen eine Spreizkraft von 45 kN.

Mit dem dazugehörigen Kettensatz konnte auch gezogen werden (z. B. die Lenksäule bei verunfallten PKW).

Mittels dem ebenfalls ausgestellten Vorsatzschneidgerät konnte der Spreizer auch als Schneidgerät Verwendung finden.

Beim hier ausgestellten Exponat handelt es sich um ein Gerät der ersten Generation.

Es wurde im Jahr 1976 von der FF Ingolstadt beschafft. Erst Anfang/Mitte der 1990er Jahre wurden diese Typen durch leistungsstärkere Geräte ersetzt. Aufgrund der Fortschritte im Kraftfahrzeugbau (neuartige Werkstoffe, neue Profilformen, ...) könnte es den heute gestellten Anforderungen nicht mehr genügen.